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Bilder 2025

Bilder 2025

Informationsanlass über die Halbierungsinitiative

155 Personen fanden sich am 1. Dezember 2025 in der Eventhalle «Z.ONE» (ehemals WTC) zu einem Informationsanlass über die Halbierungsinitiative ein. Am 8. März 2026 wird darüber abgestimmt, ob die Radio- und Fernsehgebühr in der Schweiz auf 200 Franken pro Jahr gesenkt werden soll. Ernst Gentsch, Präsident des VP-SRF, und Regina Kempf führten durch den Anlass.

Zuerst äusserte sich Nathalie Wappler, Direktorin von SRF, zur drohenden Halbierung der Gebühren. Sie legte dar, wie in den letzten zehn Jahren beim öffentlichen Radio  und Fernsehen gespart werden musste. Die 35 Franken weniger Gebühren, die bereits beschlossen sind, bedeuten laut Wappler, dass die SRG als Ganzes 270 Millionen Franken einsparen muss! Man kann sich vorstellen, was das für Grossanlässen wie im nächsten Jahr etwa die Fussball-WM, die Olympischen Winterspiele und anderen Projekten bedeutet. Eine Kürzung auf 200 Franken, wie die Initiative sie will, bedeutet, dass die Vielfalt der Berichterstattung in der viersprachigen Schweiz verloren geht und die Regionen in den öffentlichen Medien nicht mehr so vielfältig vertreten sind. Die SRG selbst darf sich nicht im Abstimmungskampf engagieren, deshalb ist Nathalie Wappler froh, dass sich neben der «Allianz Pro Medienvielfalt» seit kurzem auch ein zweites Komitee sehr engagiert für ein Nein zur Halbierungsinitiative einsetzt.

Emmanuel Vauclair, Geschäftsführer der Pensionskasse PKS, sprach ausführlich über die Situation der Renten und erklärte vor allem, dass sie - anders als die AHV - als persönlich gesparte Guthaben vorliegen. Das bedeute auch, dass unsere Renten durch die Initiative nicht gefährdet seien. Die finanzielle Situation der PKS sei zurzeit gut und stabil. Aber natürlich sei die Pensionskasse daran interessiert, dass die SRG möglichst gross bleibe und die Zahl der Versicherten sich nicht zu sehr reduziert.

Casper Selg, Mitglied des Vereins VP-SRF und im Co-Präsidium der Allianz pro Medienvielfalt, sagte es ganz klar: «Ein Ja zur Initiative ist das Ende der SRG!»Mit einer halbierten Gebühr könne die SRG ihre Aufgaben in vier Sprachen in ihren Radio- und TV-Sendern gar nicht mehr erfüllen. Die SRG habe stets qualitative Bestnoten und koste dabei nur einen Teil eines Abos zum Beispiel von einer Zeitung – und dies mit einem 24-Stunden-Angebot in mehreren Sprachen. Das Medien-Umfeld hat sich laut Casper Selg dramatisch verschlechtert. Vor allem digital kämen Fake-News und Fakten wie Kraut und Rüben daher und bei den gedruckten Medien gebe es nach vielen Zusammenlegungen quasi einen Einheitsbrei. Fast die Hälfte der Bevölkerung in unserem Land gehöre heute zu den News-Deprivierten, also zu den Menschen, die einen unterdurchschnittlichen News-Konsum haben, die keinen Zugang zu journalistisch aufbereiteten Nachrichten mehr finden. Caspar Selg ist ebenfalls froh, dass sich mit dem «Verein Souveräne Medien Schweiz» ein weiteres Komitee gegen diese Halbierungs-Initiative engagiert. Beide Komitees sind übrigens sehr froh um Spenden, um ihren Kampf gegen die Halbierungs-Initiative finanzieren zu können.

Ausflug Schwägalp/Säntisbahn

Für einmal waren die VP-SRF Mitglieder aus der Ostschweiz im Vorteil, ihre Reise auf die Schwägalp war kurz. Beeindruckend aber war die Fahrt für alle, denn im Unterland fuhr man auf trockenen Strassen, in der Ostschweiz waren sie gerade erst vom Schnee befreit. Die weisse Berglandschaft, die sich bei strahlendem Wetter im Glanz der Sonne und tiefblauem Himmel zeigte, begeisterte alle. Während die einen sich noch kurz im Schwägalp Restaurant verpflegten, benutzten die anderen das Wunderwetter für Fotos.

Dann stellte Regina Kempf Michael Wehrli, den technischen Leiter der Schwebebahn vor. Er führte die Gruppe erst ins Sitzungszimmer für eine filmische Übersicht. Die Einspielung zeigte die Anfänge der Wetterstation auf dem Säntis und den mühseligen Bau der ersten Luftseilbahn in den 1930-er Jahren und er erwähnte kurz die tragische Geschichte des ersten Wetterwartes.
Michael Wehrli, Leiter Technik und Infrastruktur erklärte, dass die Lawine von 2019, die nicht nur den unteren Stützpunkt beschädigte, sondern bis weit ins Restaurant/Hotel Schwägalp vordrang, den Entscheid beschleunigte, die Bahn so zu erneuern, dass sie früher als vorgesehen den vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen des Bundesamtes entspricht. Die neu straff gezogenen Seile der Luftseilbahn werden nur noch von einem 43 m hohen Stützpunkt gehalten, dessen Plattform für Ein- und Ausstiege gerüstet wird.
Spannend war auf dem Rundgang mitzuerleben, wie die starken Seile der Schwebebahn über Rollensysteme laufen und dabei möglichst wenigen Reibungspunkten ausgesetzt sind. Die zukünftige Kommunikation zwischen Berg- und Talstation erfolgt neu über Lichtwellenleiter, die in die Kabel eingebaut werden. Die besondere Drehung der Kabel erlaubt überdies eine optimale Kontrolle der Abnutzung, ein Garant für die Sicherheit der Luftseilbahn.
Im Frühjahr 2026 wird die Bahn eingestellt für die nötigen technischen Arbeiten und 2027 wieder in Betrieb genommen. Die Säntisbahn AG will sicherstellen, dass alle 200 Mitarbeiter während dieser Bauzeit ihre Arbeitsverträge behalten können, auch Bauarbeiter und die Mitarbeiter auf dem Säntis müssen verpflegt und beherbergt werden.

Dass das Wetter auf der Talstation und auf dem Berg für den Tourismus eine grosse Rolle spielt, bestätigt uns nachher der ehemalige TV-Meteorologe Felix Blumer. Er amtet ab November 2025 als neuer Wetterbotschafter für die Säntisbahn AG. Der Säntisgipfel beherbergt eine gut ausgebaute Wetterstation. Anhand diverser Bild-Vorlagen erläutert Felix Blumer, wie Wetterprognosen früher erfasst wurden und wie die Programme anhand von leistungsfähigen Computern und dank der weltweit verteilten Wetterstationen heute ausgewertet werden können. Faszinierend waren etwa die Vergleiche von Regen- und Schneemengen sowie Trockenzeiten in Vergleich zu den letzten 50 Jahren. Felix Blumer wusste so faszinierend zu erzählen, dass wir die Zeit hätten vergessen können.

Abschliessend gab es noch einen kleinen Appenzeller Apéro, gesponsert vom VP-SRF, eine kleine Kräftigung vor der Heimfahrt. Einige der Teilnehmer wollten die letzte halbe Stunde noch nutzen, um die Postkarten schöne Landschaft im Abendlicht aufzunehmen, bevor es mit dem Postauto zurück ins Tal ging.

Die Mitgliederversammlung 2025 in Kürze

(das Protokoll erhalten alle Mitglieder separat)

Die statutarischen Geschäfte der Mitgliederversammlung
An der Mitgliederversammlung des VP-SRF vom 20. März 2025 in der Live Stage von SRF im Campus Leutschenbach haben 62 stimmberechtigte Mitglieder teilgenommen. 
Mit Akklamation wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Elsbeth Käser, Regina Kempf, Christiane Weinmann, Ernst Gentsch und Bruno Schärer für zwei weitere Jahre gewählt. Neu in den Vorstand wählte die Versammlung Peter Schirmer und Hansjörg Zumstein ebenfalls mit Applaus. Auch Heinz Schweizer, der seit letztem Sommer ohne Stimmrecht im Vorstand sehr aktiv mitarbeitet, wird bestätigt. Als Präsident wird Ernst Gentsch einstimmig wieder gewählt, ebenfalls die beiden Rechnungsrevisoren Franz Lustenberger und Hanspeter Trütsch für ein weiteres Jahr.
Christiane Weinmann orientiert über die Arbeitsgruppe Pensionskassen. PKS und Publica dürften mit gutem Ergebnis abschliessen, an der MV kann sie aber noch nicht Zahlen präsentieren. Die Arbeitsgruppe Pensionskassen beantragt bei der PK SRG, aufgrund des guten Ergebnisses vom Jahr 2024, eine Einmalzahlung für die Pensionierten im Jahr 2025. Erfreulich sei, dass mit Tobias Bosshard ein Arbeitnehmer-Vertreter zum Präsidenten des Stiftungsrates der PKS gewählt worden sei.

Referat «Die Herausforderungen der SRG» von Olivier Dolder, Präsident SRG Zentralschweiz
Nach der Mitgliederversammlung sprach Olivier Dolder, Präsident der SRG Zentralschweiz und Mitglied des Regionalvorstandes der SRG Deutschschweiz, über die Herausforderungen für die SRG. Dolder begann mit dem Hinweis, dass die SRG bereits 120 Mio Franken gespart hat und bis 2029 weitere 270 Mio sparen muss. Die Gründe dafür: Die Senkung der Haushaltabgabe auf 300 Franken durch den Bundesrat, die mögliche Befreiung weiterer Unternehmen von der Medienabgabe sowie rückläufige Werbeeinnahmen und die Teuerung.
Wenn wir mit dem Absetzen von Sendungen, mit Kürzungen nicht einverstanden sind, sollten wir, laut Olivier Dolder, nicht mit erhobenem Finger auf SRF zeigen. SRF sei nicht das Problem, sondern die Politik. Er bittet die VP-SRF-Mitglieder, hinter dem Unternehmen zu stehen. 83 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen das SRG-Angebot mindestens einmal pro Woche – und das Programm gibt es in vier Sprachen. 

Ausflug in die Glasi Hergiswil

Die Geschichte des Glases geht in die Zeit vor Christus zurück – so begann der Anfang des Rundganges in Hergiswil. Eindrücklich gestaltet ist die Ausstellung, es öffnen sich -Türen, die immer neue Kapitel des Glases und der Glasbläserei aufzeigen.

Um 1900 befand sich die schweizerische Glasindustrie im Umbruch. Die Anlagen mussten automatisiert werden, doch das stand bei der Unternehmerfamilie Siegwart nicht zur Diskussion. Die Aktienmehrheit wurde übernommen vom Verpackungsunternehmen der «Gebrüder Hoffmann». Doch der Niedergang der Glashütte in Hergiswil war nicht mehr aufzuhalten. 1975 musste die Glashütte geschlossen werden, doch die Angestellten wehrten sich. Vor allem ein Glaskünstler aus Italien, der schon früher in der Hütte seine Kreationen herstellte, setzte sich vehement für eine Weiterführung ein. Roberto Niederer engagierte sich auch mit seinem privaten Vermögen im neuen Unternehmen, der «Hergiswiler Glas AG». Es ist auch Roberto Niederer zu verdanken, dass die Glashütte Hergiswil die Türen zu ihrer Werkstatt öffnete und das Publikum dieses traditionelle Handwerk bis heute bewundern kann.

Heute steht sicher in jedem Haushalt eine Kreation aus Hergiswil, sei es eine Vase, ein Aschenbecher, ein Glas etc. Die Ausstellung über einstige und aktuelle Produkte hat bei unseren Besuchern Erinnerungen ausgelöst und zu amüsanten Gesprächen geführt.

Nach dem intensiven Durchgang sass man dann bei einem Zvieri im Glashütten Restaurant zum weiteren Austausch.

(Die Bilder aus der Glasi sind von Regina Kempf und Lucien Suter)