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Weisch no ..

Aus vergangener Zeit. Wer hat eine Geschichte, ein interessantes Erlebnis, vielleicht sogar mit Bildern? Hier ist die Plattform, Erinnerungen aus vergangener Zeit mit andern zu teilen. Einfach Feedback-Formular benutzen. Vielen Dank.

Erinnerungen an den Brunnenhof

Einige Videos aus den letzten Tagen des Radio-Studios Brunnenhof:

80'000 Schallplatten gehen auf Reisen - Video dazu

Wenn Weltstars in der Kantine singen - Video dazu

Radiomachen im Eisenbahnwagen - Video dazu

Wenn Joints im Studio den Alarm auskösen - Video dazu

Vor 70 Jahren: Offizieller Start der "Tagesschau"

Vor 70 Jahren gab es erstmals die «Tele-Tagesschau: Neues aus aller Welt». Lesen Sie hier mehr.

Vor 70 Jahren: Von der Traumfabrik zur Fernseh-Werkstatt

Unfreiwillig freie Abende, streikende Sender und die Rolle von Rosa: In einem provisorisch eingerichteten Studio übte man Fernsehen. Ein Kampf mit den Tücken der Technik. Lesen Sie hier mehr darüber.

Vor 70 Jahren: Offizieller Start des Fernsehdienstes (Start Versuchsbetrieb)

Am 23. November 1953 startete das Schweizer Fernsehen seinen Versuchsbetrieb. Eine Erinnerung an damals von Eduard Haas (lesen Sie hier mehr).

Anekdoten aus den Anfängen des Schweizer Fernsehens vor 70 Jahren

1953 wurde im Studio Bellerive in Zürich der Versuchsbetrieb des Schweizer Fernsehens gestartet. Lesen Sie hier einige Anekdoten aus jener Zeit.

Vor 70 Jahren: Heidi Abel erste Schweizer Fernsehansagerin

Das Schweizer Fernsehen war erst ein paar Monate auf Sendung, als am 1. Januar 1954 Heidi Abel zu einer Handvoll TV-Pioniere im Zürcher Studio Bellerive stiess. Als Ansagerin führte die 25-jährige Baslerin durchs Programm. Bei den ersten Gehversuchen des Schweizer Fernsehens gab es gerade mal 920 Konzessionäre. «Zu Beginn schaute ich abends auf dem Heimweg, auf welchen Dächern eine TV-Antenne installiert war», erinnerte sich Heidi Abel später an die Pionierjahre.

Mit ihrem Charme und einem Herz für Mensch und Tier eroberte sie das rasch wachsende Publikum. Der frische, unverwechselbare Moderationsstil von Heidi Abel wurde Kult. 1968 überschritt die Zahl der Fernsehkonzessionäre die Millionengrenze. Mit zunehmender Popularität stieg auch die Vereinnahmung durchs Publikum. «Das Publikum frisst mich regelrecht auf», klagte die Fernsehschaffende. Ihr hoher professioneller Anspruch und ihr Bestreben, für ihr Publikum stets da zu sein, verhinderten ein normales Privatleben und zeigten bereits damals die Kehrseite des Traumberufes.

Hinter dem perfekten Auftritt vor der Kamera verbarg sich ein Mensch voller Zweifel und Ängste. Auf diese weitgehend unbekannte Seite von Heidi Abel fokussiert der Filmautor Felice Zenoni. Wie viele ist er mit Heidi Abels «Kinderstunde» oder Sendungen wie «Musik & Gäste» oder der «Karussell»-Rubrik «Heidi Abel sucht Plätze für Tiere» in den 1970er- und 1980er-Jahren aufgewachsen. Er nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise, die zu den Anfängen des Mediums führt.

Heidi Abels plötzlicher Krebstod mit 57 war ein Schock für die ganze Schweiz. An ihrem Todestag, dem 23. Dezember 1986, verstummte der Sender für eine Minute als Zeichen der kollektiven Trauer – bis heute ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des Schweizer Fernsehens. (Text: "Zeitlupe")

Vor 70 Jahren: Erster Reportagewagen des Schweizer Fernsehens

Für die Eurovisions-Übertragungen von der Fussball-WM 1954 in Bern erhielt der Schweizer Fernsehversuchsbetrieb seinen ersten Reportagewagen. TV-Pionier Hansruedi Züst berichtet:
«Den ersten Reportagewagen kauften wir bei einer britischen Firma; er kostete 500'000 Franken und war mit drei Kameras ausgerüstet. Bei der Erprobung in England legten wir viel Wert auf die Bergtüchtigkeit des Fahrzeugs. Eines Tages fuhr uns ein Monteur ein kleines Stück in die Landschaft hinaus und hielt stolz auf einer kleinen Hügelkuppe an – in seinen Augen war die Bergtüchtigkeit erwiesen!
Prompt hatten wir dann in der Schweiz Schwierigkeiten. Bergabwärts sprang meistens der zweite Gang raus. Mit zwei englischen Werkmechanikern fuhren wir daher in der Nähe von Zürich ein steiles Stück Strasse hinunter – und wie es immer geht, diesmal blieb der Gang drinnen. Die beiden Engländer aber wollten um kein Geld der Welt ein zweites Mal mit dem Siebentönner auf waghalsige Probefahrt gehen und meinten, sie glaubten es uns auch so...
Der erste Reportagewagen konnte nur geheizt werden, wenn er an den Stromkreis angeschlossen war. Während der Fahrt war es daher kalt und in den Apparaten bildete sich oft Kondenswasser. Beim zweiten Reportagewagen verlangten wir daher den Einbau einer stromunabhängigen Heizung: Es wurde zusätzlich eine kleine Benzinheizung eingebaut. Die zwei Techniker, die den neuen Wagen in England abholten und in die Schweiz brachten, übernachteten – um Spesen zu sparen – im Auto. Der Schreck war gross, als am Morgen die Techniker und die gesamte Einrichtung mit einer zentimeterdicken Russschicht überzogen waren – die Heizung hatte funktioniert!»
(Quelle: Pressedienst SF DRS)
 

Vor 50 Jahren: Das Schweizer Fernsehen zieht nach Zürich-Seebach um

Im dritten Fernsehjahrzehnt entstehen viele innovative und tragende Formate, wie «Karussell», «Kassensturz», «Musik & Gäste», «Sportpanorama», «Telearena», «Teleboy» oder «Tell-Star». Es ist aber auch das Jahrzehnt der heftigen politischen Auseinandersetzungen um die Inhalte des Programms und die Rolle der Medien in der Gesellschaft. Am 22. September 1973 wird das neue Fernsehstudio in Zürich-Seebach eingeweiht. Erinnerungen an damals von Urs Durrer.

Modernisierung in bewegten Jahren – die Frühzeit der SRG

Das Radio-Zeitalter begann in der Schweiz dank privater Kräfte in den Regionen. Als sich jedoch die Schwächen des Schweizer Modells zeigten, entstand nach heftigen Diskussionen schon bald die «Allegorie des helvetischen Föderalismus» – die SRG. Lesen Sie hier mehr.

Aufbrüche und Debatten – die SRG vor und nach dem Krieg

Die ersten Jahrzehnte der Rundspruch-Gesellschaft waren von Einschränkungen und politischen Auseinandersetzungen geprägt. Kritik kam damals besonders von linker Seite. Ausserdem entzog der Bundesrat der SRG 1939 für sechs Jahre die Konzession. Lesen Sie hier mehr.

Die SRG nach 1950 – Wachstum und Krise trotz Erfolg

Ruhige Jahre zwischen Kriegsende und «1968» oder Zeit von Konsumhektik und Kaltem Krieg – die 1950er-Jahre werden recht unterschiedlich beurteilt. Der SRG brachte das Jahrzehnt starke Ambivalenzen und auch ein neues Medium: das Fernsehen. Lesen Sie hier mehr.

«Radio Retro» Spezialepisoden

Wie klang der Beginn des Zweiten Weltkriegs in der Medienberichterstattung der Schweiz? Und wie wurde das Kriegsende erlebt? «Radio Retro», der Podcast der SRG Deutschschweiz, beleuchtet in drei Spezialepisoden Erinnerungen von Schweizerinnen und Schweizern an den Zweiten Weltkrieg. Erfahren Sie hier mehr.

Die Geschichte des Radios in der Schweiz

Erfahren Sie hier mehr über die Geschichte des Radios seit 1911.

Ein Blick in die Geschichte der SRG-Studios

Für ein kleines Land besitzt die Schweiz erstaunlich viele Studio-Standorte. Der Grund dafür liegt nicht nur in der Mehrsprachigkeit des Landes, sondern auch in der Bedeutung von regionalen Genossenschaften in der Frühzeit der elektronischen Medien.
Lesen Sie hier mehr.

Weisch no was am 1. Oktober 1968 war?

Auflösung hier

1955: Das Schweizer Fernsehen hat einen Reportagewagen

Der erste Reportagewagen des Schweizer Fernsehens 1955. Super englisches Design aus dieser Zeit.

Und im Studio das Rolltitelgerät, noch währschafte "Handarbeit" von 1956. Das Bild zeigt darauf das Testbild für die Kameraeinstellungen.

Quelle: Museum für Kommunikation, Bern  

Wie alles begann ...

1939 führte die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) an der Landesausstellung mit einer Übertragungstechnik von 405 Zeilen pro Bild den ersten Fernsehversuch der Schweiz durch. Die 1931 gegründete Schweizerische Rundspruchgesellschaft (SRG) – 1960 in Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft umbenannt – liess das Spiel einer Schauspieltruppe filmen und auf den Bildschirm eines Fernsehapparates übertragen. 1943 stellte Fritz Fischer die auf dem sogenannten Eidophor-Projektor beruhende Technik vor, die lange Zeit für Übertragungen auf Grossleinwände benutzt wurde. In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre erörterten die Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PTT) und die SRG intensiv die sogenannte Fernsehfrage und verfolgten die Entwicklung des Mediums insbesondere im Ausland. Dies führte zu den ersten, von den PTT und der ETH gemeinsam unternommenen Versuchen.

Nachdem der Bundesbeschluss zur Finanzierung eines Versuchsbetriebs des Schweizer Fernsehens rechtskräftig geworden war, nahm die SRG 1953 in Zürich erste Tests und ein regelmässiges Versuchsprogramm auf, das an fünf Wochentagen je eine Stunde ausgestrahlt wurde. Weitere Versuche fanden in Basel und in der Westschweiz statt. Der reguläre Sendebetrieb setzte 1958 ein. Die Fernsehstudios wurden ab 1960 in Zürich, Genf und Lugano eingerichtet; Basel und Lausanne gingen leer aus.

Quelle: ETHZ