Link 2/26
Medienkritik, Polarisierung, Politikverdrossenheit: Demokratische Institutionen scheinen unter Druck zu stehen
Die neue LINK-Ausgabe 2/26 widmet sich den zentralen Fragen von morgen: wie wir künftig informiert werden, wem wir vertrauen und welche Rolle Medien in einer verunsicherten Öffentlichkeit spielen. Unter anderem erklärt Isabel Schuler von Pro Futuris, dem Thinktank der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, im Interview, wie gross das Vertrauen in Demokratie, Öffentlichkeit und Information noch ist – und wie es sich zurückgewinnen lässt. Weiter blicken wir in das aktuelle Dialogfenster des Publikumsrats, welches die Frage nach der künftigen Rolle von Audio bei SRF unter die Lupe nimmt. Und SRG-Präsident Jean-Michel Cina spricht über den tiefgreifenden Umbau des Unternehmens, den politischen Druck auf Mitarbeitende, die Rolle der Trägerschaft und darüber, weshalb ein Vollprogramm essenziell ist.
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Link 1/26
«LINK» auf den Spuren des gesellschaftlichen Werts der SRG
Was wäre der Schweizer Sport ohne Radio und Fernsehen? Gäb’s die gleiche Vielfalt in Film oder Musik? Blieben unsere Traditionen und kulturellen Eigenheiten erhalten? Die Fragen sind hypothetisch, was aber konkret ist: Die SRG ist heute in den unterschiedlichsten Gesellschaftsfeldern fest verankert.
In der neuen Ausgabe von «LINK» lassen wir Menschen aus der Zivilgesellschaft zu Wort kommen. So sagt etwa Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin von Swiss Olympic: «Wenn die Schweiz jubelt, dann gemeinsam. Diese Momente der Einheit gibt es nur, weil die SRG sie allen zugänglich macht.» Oder Stefan Studer, Sieger am Eidgenössischen Hornusserfest 2024, sagt: «Ich habe immer wieder gehört, dass Leute dank der Liveübertragung zum ersten Mal Hornussen gesehen haben und es richtig cool fanden.»
Ob im Schweizer Film («Warum sollte ein kommerziell agierendes Medienunternehmen zwei Millionen Franken für eine Eigenproduktion ausgeben, wenn es für 50 000 Franken einen grossen amerikanischen Film einkau¬fen kann? Das funktioniert nicht.» – Produzent Lukas Hobi) oder in der Musik («Ohne die SRG wäre meine Musik wohl nicht hörbar.» – Musikerin Riana), die SRG ist nach wie vor eine zentrale Grösse für viele Akteur:innen. Wir haben mit Exponent:innen über die Zusammenhänge gesprochen.
Doch auch den kritischen Stimmen haben wir uns nicht verwehrt: Wir führten Interviews mit der Somedia-Verwaltungsrätin Susanne Lebrument sowie Medienjournalist Francesco Benini (CH Media), wobei letzterer sagt: «Ich halte die Halbierungsinitiative für überzogen.»
Und schliesslich haben wir ein grosses Interview mit Generaldirektorin Susanne Wille geführt, die über ihr erstes Jahr, die Halbierungsinitiative und vor allem auch über ihre Zukunftsvision für die SRG spricht.
Viel Freude mit unserer neuen Ausgabe! Zu LINK 1/26